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Was ist Kickboxen?

Kickboxen ist eine Kampfsportart, bei dem die Fußtechniken der asiatischen Kampfsportarten wie Taekwondo und Karate mit den Oberkörpertechniken des traditionellen Boxens kombiniert worden sind. Kickboxen fördert Fitness, Beweglichkeit, Ausdauer und Reaktionsvermögen.

 

Kickboxen entstand nach dem Vietnamkrieg in den USA aus verschiedenen Kampfsportarten heraus. Seit 1974 gibt es Kickboxen als Wettkampfdisziplin ind Europa. 

 

Im Kickboxen werden drei Wettkampfformen unterschieden: Vollkontakt, Leichtkontakt und Semikontakt. Darüber hinaus kann seit geraumer Zeit die Leistungsfähigkeit des Kickboxers durch Gurtprüfungen (von weiß bis schwarz) nachgewiesen werden.

 

Semikontakt-Kickboxen:

Beim Semi-Kontakt-Kickboxen müssen die Techniken gut kontrolliert mit leichtem Kontakt ausgeführt werden. Das Wichtigste ist, dass nach jedem Treffer unterbochen und die Bewertung sofort bekannt gegeben wird. Es gleicht stark dem traditionellen Karate und unterscheidet sich vor allem durch die Schutzausrüstung. Es handelt sich um eine sehr reaktionsschnelle Sportart, da es nur auf den ersten Treffer ankommt. Es werden daher Techniken mit Risiko angewendet, die auf Grund der schlechten Stellung nach der Technik nie beim Leicht- bzw. Vollkontakt-Kickboxen angewendet werden würden. Außerdem kommt es nicht auf die Stärke der ausgeführten Technik an. Es werden daher auch Techniken angewendet, die nicht besonders hart treffen. Der Wettkampf im Semikontak wird auf einer Wettkampffläche von 8 x 8 Metern inklusive einer Schutzzone von einem Meter oder im Ring ausgetragen.

 

Leichtkontakt-Kickboxen:

Das Leichtkontakt-Kickboxen ist eine Vorstufe zum Vollkontakt-Kickboxen. Hierbei werden die Techniken zwar explosiv und kraftvoll ausgeführt aber eben nicht mit voller Kraft. Die Techniken sollen nur mit leichtem Kontakt treffen. Es werden nur saubere und kontrollierte Techniken gewertet. Der Kampf wird im Gegensatz zum Semikontak-Kickboxen auch nach einem Treffer fortgesetzt. Es wird also mit Ausnahme der geregelten Unterbrechungen durchgekämpft. Es ist daher wichtig, nach jedem Angriff wieder eine gut geschützte Grundposition zu haben. Gekämpft wird meistens im Ring. Die Kampfzeit beträgt 2 Runden á 2 Minuten ohne Unterbrechnung. Der Kampf wird von einem Kampfrichter geleitet. Drei Punktrichter bewerten den Kampf. Der Kampf wird mit einer Punktwertung und nicht etwa mit KO wie beim Vollkontakt-Kickboxen entschieden.

 

Vollkontakt-Kickboxen:

Die Techniken dürfen beim Vollkontakt-Kickboxen mit voller Kraft aufgeführt werden. Wie beim klassischen Boxen wird der Kampf in einem Boxring ausgetragen. Im Amateurbereich werden 3 Runden á 2 Minuten gekämpft. Im Profibereich werden bis zu 10 Runden ausgetragen. Geleitet wird der Kampf vom Ringrichter und auch hier bewerten 3 Punktrichter den Kampf. Der Kampf wird entweder durch KO oder durch eine Punktwertung entschieden. Der Kampf wird in seiner Gesamtheit bewertet, das heißt, es zählen nicht nur Treffer, sondern auch der Gesamteindruck, wie z. B. Kondition, Effiziens, Technik und Taktik. Der Vollkontakt-Kämpfer braucht eine außerordentlich hohe Kondition in allen Bereichen sowie gute Nehmereigenschaften. Außer Schnellkraft und Kondition erfordert Vollkontakt auch starken Willen, Mut und Entschlossenheit. Und nicht zuletzt ist eine ausgeprägte kämpferische Intelligenz erforderlich. Taktik spielt in dieser Disziplin eine entscheidende Rolle. Ein Schlag bzw. Kick kann den Kampf sofort beenden. Die Konzentration ist bis zum Ende des Kampfes entscheidend.

 

 

Gewichtsklassen beim Kickboxen

Auch die Einteilung in Gewichtsklassen dient dem Schutz des Sportlers, damit es keine physischen Nachteile gibt. Die Gewichtsklassen der Herren bei den Amateueren sehen zum Beispiel wie folgt aus:

 

 

 

Semikontakt

Leichtkontakt

Vollkontakt

Bantam

   

- 54 kg

Feder

   

- 57 kg

Leicht

- 60 kg

- 60 kg

- 60 kg

Halbwelter

   

- 63,5 kg

Welter

- 67 kg

- 67 kg

- 67 kg

Halbmittel

- 71 kg

- 71 kg

- 71 kg

Mittel

- 75 kg

- 75 kg

- 75 kg

Halbschwer

- 81 kg

- 81 kg

- 81 kg

Schwer

- 91 kg

- 91 kg

- 91 kg

Superschwer

+ 91 kg

+ 91 kg

+ 91 kg

 

Zum Wettkampf wird man nur zugelassen, wenn die Sporttauglichkeit bescheinigt wird. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit dem Gegner gehört zu den Sicherheitsaspekten.

 

Quelle: kickboxen24

 

Die Abteilung Kickboxen ist Mitglied der Bayerischen Amateur Kickbox Union e. V. (BAKU e. V.). Näheres zum Landesverband erfährt man hier.

 

FSJ bei der SGM

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