Drucken

Die Sportart Ringen

Ringen ist eine "faire" und statistisch nachgewiesen verletzungsarme Kampfsport mit Ganzkörpereinsatz ohne weitere Hilfsmittel. Der Ringkampft ist die ursprünglichste Art zu kämpfen. Die natürlichen Waffen, d. h. Hände und Füße, werden bewußt eingesetzt. Die Regeln dieser Sportart zielen darauf hin, den Gegner vom Stand in die Bodenlage zu bringen. Neben der sportlichen Fitness vermittelt Ringen den aktiven Sportlern verantwortungsvolles Verhalten gegenüber dem Partner.

 

Ringen ist eine der ältesten Kampfsportarten, sie war bereits im Jahre 708 vor unserer Zeitrechnung eine olympische Disziplin (selbst Platon und Pythagoras haben den Ringkampf aktiv betrieben). In Ägypten und im Irak wurde schon vor 5.000 Jahren gerungen, auch die Römer kannten diese Sportart bereits. Wesentlich später kam diese Sportart über Griechenland und Italien nach Frankreich. Sie wurden von den Kelten verbreitet und von den Germanen übernommen.

 

Es werden zwei Stilarten unterschieden: 

Freistil: Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand - wie auch im Bodenkampf.

 

Griechisch-Römisch: Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand - wie auch im Bodenkampf.

 

Auch im Mittelalter genoss es hohes Ansehen und war fester  Bestandteil der ritterlichen Erziehung. Im 16. Jahrhundert erschien das Buch "Die Ringerkunst", das bereits 85 Ringerpositionen dokumentiert.

Turnvater Jahn machte im 19. Jahrhungert das Ringen zum Bestandteil des Turnens. 1891 wird der "Deutsche Athleten Verband" gegründet.

Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit holte Karl Schumann das erste Ringer-Gold für Deutschland.

1972 wurde der "Deutsche Ringer-Bund" in München gegründet, drei Jahre später der "Bayerische Ringer-Verband" in Kehlheim.

FSJ bei der SGM

Werbung